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Herzinsuffizienz – Symptome, Ursachen & Diagnose

Herzinsuffizienz ist eine zunehmend häufige Erkrankung – mehr als 15 Millionen Menschen in Europa sind davon betroffen.1

Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Herzinsuffizienz einen plötzlichen Herzstillstand bewirkt. Tatsächlich aber handelt es sich hierbei um eine Erkrankung, die sich für gewöhnlich schleichend entwickelt. Sie tritt auf, wenn sich das Herz nicht richtig zusammenziehen oder entspannen kann. Dadurch füllt sich das Herz nicht mit ausreichend Blut oder kann nicht ausreichend Blut pumpen, um den Bedürfnissen des Körpers gerecht zu werden.

Die Behandlung der Herzinsuffizienz ist abhängig von der Art der Herzinsuffizienz, an der Sie leiden. Je nach Schwere kann eine Herzinsuffizienz unmittelbar lebensbedrohlich sein. Für gewöhnlich verschlechtert sie sich im Laufe der Zeit und erfordert eine Behandlung. Es gibt keine Heilung, aber bei adäquater Therapie können viele Menschen mit Herzinsuffizienz ein langes, schönes und erfülltes Leben führen.

Die Vorstellungen von Symptomen und Ursachen der Herzinsuffizienz entsprechen oft nicht der Realität.

Symptome von Herzinsuffizienz

Weniger als die Hälfte der befragten Deutschen erkannte Schwellungen als Symptom für Herzinsuffizienz, obwohl es eigentlich eines der Hauptsymptome ist.²

Symptome von Herzinsuffizienz können sein:

  • Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Schwellungen, insbesondere Beine und Knöchel
  • Muskelschwäche oder Schmerzen
  • Probleme beim Sport, etwa Benommenheit, Schwindel und Übelkeit
  • Schlafstörungen
  • Häufiger trockener Husten
  • Verstärkte Abgeschlagenheit oder Schwindelanfälle
  • Appetitmangel

Wenn Ihnen Symptome der Herzinsuffizienz bekannt vorkommen und Sie es für möglich halten, dass Sie davon betroffen sind, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der Sie zur weiteren Untersuchung an einen Facharzt verweisen kann.

Hier können Sie sehen, wie sich Herzinsuffizienz auf das Herz auswirkt:

Häufig gestellten Fragen zu Herzinsuffizienz herunterladen.

Ursachen für Herzinsuffizienz

In einer kürzlichen Umfrage waren die meisten deutschen Teilnehmer nicht in der Lage, viele der Ursachen für Herzinsuffizienz zu erkennen². Außerdem glauben mehr als drei von vier der Befragten, dass Herzinsuffizienz einfach Pech ist und fälschlicherweise annehmen, dass sie nichts tun können, um dieser Vorzubeugen².

Mit zunehmendem Alter verliert unser Herz auf natürliche Weise die Fähigkeit, Blut zu pumpen. Das ist ein normaler Teil des Alterungsprozesses und nicht unbedingt ein medizinisches Problem. Herzinsuffizienz hingegen ist eine Erkrankung, wiederum verursacht durch eine zugrunde liegende Erkrankung, die Bereiche des Herzens mehr schwächt oder schädigt, als dies im Rahmen des normalen Alterns der Fall wäre.

Die häufigsten Erkrankungen, die zu Herzinsuffizienz führen können, sind koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen. Weitere Ursachen sind Fettleibigkeit, Rauchen, Stress und Bewegungsmangel.

Klassen oder Stadien der Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz wird nach Schweregrad klassifiziert. Die folgenden vier Kategorien der Herzinsuffizienz wurden von der New York Heart Association festgelegt.

  • Klasse I (mild): Keine Symptome oder Einschränkungen bei normaler körperlicher Aktivität.
  • Klasse II (mild): Leichte Einschränkung bei körperlicher Aktivität. Im Sitzen oder Ruhen fühlt sich der Betroffene wohl, aber normale Tätigkeiten führen zu Müdigkeit, Herzklopfen (das Gefühl, dass das Herz stark schlägt oder rast) oder Kurzatmigkeit.
  • Klasse III (mittel): Stärkere Einschränkung bei körperlicher Aktivität. Der Betroffene fühlt sich nur im Sitzen oder Ruhen wohl; leichte Aktivitäten führen bereits zu Müdigkeit, Herzklopfen oder Kurzatmigkeit.
  • Klasse IV (schwerwiegend): Kurzatmigkeit und Unbehagen bei jeglicher körperlicher Aktivität. Selbst im Sitzen oder Ruhen fühlt sich der Betroffene müde, hustet, ist kurzatmig und hat Schmerzen in der Brust.

Die Diagnose

Je früher bei Ihnen Herzinsuffizienz diagnostiziert wird, desto wirksamer können Sie und Ihr Arzt Ihre Erkrankung behandeln, damit Sie ein längeres, aktiveres Leben führen können.

Ihr Arzt wird eine Reihe von Tests verordnen, um bei Ihnen Herzinsuffizienz zu diagnostizieren. Dazu zählen:

Belastungstest Echokardiografie Brustkorb-Röntgen Elektrokardiogramm (EKG) Bluttest
1: Braunschweig, F.; Cowie, M.R.; Auricchio, A. (2011) What are the costs of heart failure? Europace, 13, ii13-ii17. DOI:10.1093/europace/eur081
2: Pumping Marvellous Heart Failure Awareness Survey, June 2016 – research undertaken by Innovationbubble.eu on behalf of Pumping Marvellous. Supported by an unrestricted educational grant from St Jude Medical.